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Raufußkauz (Aegolius funereus)


Basisinformationen | Nachweisarten

Beobachtung (Direktbeobachtung, Foto, Film)
Raufußkauznachweise wie Gewölle oder Federn sind nur von Fachleuten mit entsprechender Erfahrung sicher zu bestimmen.

Der Raufußkauz ist so groß wir ein Steinkauz (in etwa eichelhähergroß), von diesem aber durch einen größeren, runden Kopf, ein helles Gesicht sowie durch einen deutlich abgesetzten Schleier unterscheidbar. Zudem besiedelt der Steinkauz im Gegensatz zum Raufußkauz die stark gegliederte Kulturlandschaft in tieferen Lagen.

Er legt Nahrungsdepots (mit Kleinsäugern) in Höhlen an.

Gewölle
Länge 1,5-3,2 cm, Dicke 1,5-2,0 cm, bauchig geformt; Fundorte liegen meist nahe der Bruthöhle. Gewölle enthalten vorwiegend Knochen und Haare von Mäusen und anderen Kleinsäugern (seltener von Kleinvögeln).

Mauserfedern
Braune Schwingen mit weißen Binden auf der Außen- und Innenfahne; Armschwinge mit weißlichen Flecken auf der Innenfahne; Stoßfedern mit schmalen weißlichen Binden auf grau-bräunlichem Grund.

Ruf
Der Ruf dieser Eulenart ist eine ziemlich schnelle Folge von 5-6 gleichen, hohen und wohltönenden Rufen („Pu-Pu-Pu“), wobei der Schlusston oft weniger betont und manchmal fast bis zu einer Art Triller beschleunigt wird. Der Raufußkauz ist überwiegend nachaktiv und selten tagsüber zu hören oder zu sehen.

Wie sicher ein Nachweis die Anwesenheit eines Tieres tatsächlich belegt, ist zum einen von der Art des Nachweises (direkter, indirekter Nachweis) abhängig, zum anderen spielen auch die artspezifischen Kenntnisse des Melders/ der Melderin eine entscheidende Rolle. Bei der qualitativen Beurteilung eines jeden Nachweises muss dies berücksichtigt werden.

Zum Beurteilungsschema Raufußkauz [64 KB]


Größenvergleiche

1. Waldkauz (ca. 38 cm)
2. Raufußkauz (ca. 25 cm)
3. Sperlingskauz (ca. 17 cm)