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Dreizehenspecht (Picoides tridactylus)


Basisinformationen | Nachweisarten

Verbreitung und Lebensraum
Der Verbreitungsschwerpunkt des Dreizehenspechtes ist die boreale Paläarktis. Er ist ein typischer Bewohner naturnaher hochmontaner bis subalpiner Nadelwälder, insbesondere lichter Fichtenwälder mit einem sehr hohen Anteil an toten und absterbenden Bäumen.

Bestandsentwicklung
Bis ins 19. Jahrhundert. gab es im Schwarzwald ein regelmäßiges Vorkommen, danach galt die Art in Baden-Württemberg als ausgestorben. Seit den 1960ern kann der Dreizehenspecht im Allgäu, seit den späten 80ern auch wieder im Schwarzwald als alljährlicher Brutvogel beobachtet werden. Ein rascher Populationsanstieg ist bei Insektenkalamitäten zu erwarten.

Nahrung
Die Nahrung besteht vorwiegend aus holzbewohnenden Insekten, insbesondere aus Larven und Puppen  von rindenbrütende Borkenkäfern, die er durch Hacken oder Stochern aus der Rinde von absterbenden und frisch abgestorbenen Bäumen holt.

Schutzstatus

  • Rote Liste Deutschland (2009): Kategorie 2 d.h. stark gefährdet
  • Rote Liste Baden-Württemberg (2004): Kategorie 2, d.h. stark gefährdet
  • Berner Konvention: streng geschützte Art
  • EG-Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG): Anhang I (mit 1. Änderung: Richtlinie 79/49/EG)
  • Bundesnaturschutzgesetz: streng geschützte Art
  • Zielartenkonzept des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (Landesart Gruppe A)

Jahreszeitliches Auftreten
Der Dreizehenspecht ist ein ausgeprägter Standvogel. Die Altvögel verlassen die mitteleuropäischen Brutgebiete in der Regel auch im Winter nicht.

Der Dreizehenspecht zeigt eine auffallend geringe Scheu (oft ist eine Annäherung bis auf wenige Meter möglich).