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Sperlingskauz (Glaudidium passerinum)


Basisinformationen | Nachweisarten

Verbreitung und Lebensraum
Das Vorkommen des Sperlingskauzes als Bewohner der borealen Nadelwälder war in Baden-Württemberg auf den Schwarzwald und mit einem kleinen Randvorkommen der Alpenpopulation auf das württembergische Allgäu beschränkt, seit Anfang der 80er ist jedoch eine starke Ausbreitung der Sperlingskauzpopulation mit Ansiedlungen auf der Schwäbischen Alb und auf dem Stromberg zu beobachten. Der Sperlingskauz bevorzugt weiträumige, nadelholzgeprägte Altholzbestände: naturnahe, vielschichtige Fichten-Tannen-Buchenwälder und Fichten-Tannen-Kiefernwälder. Er ist auf ein ausreichendes Höhlenangebot angewiesen und nutzt Buntspecht- und Dreizehenspechthöhlen zur Brut. Nistkästen werden weniger angenommen.

Bestandsentwicklung
Der Sperlingskauz war vermutlich bis in die 1950er Jahre weit verbreitet. Danach setzte ein starker Rückgang ein, mit einem Tiefpunkt in den 1960er Jahren. 1968-69 wurden etwa 30 Sperlingskäuze im Ostschwarzwald ausgewildert. Ab Anfang der 1980er Jahre erfolgte eine Zunahme des Bestandes.

Nahrung
Der Sperlingskauz ernährt sich hauptsächlich aus Kleinsäugern und Kleinvögeln (bis Drosselgröße).

Schutzstatus

  • Rote Liste Deutschland (2009): ungefährdet
  • Rote Liste Baden-Württemberg (2004): nicht gefährdet
  • Berner Konvention: streng geschützte Art
  • EG-Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG): Anhang I (mit 1. Änderung: Richtlinie 79/49/EG)
  • Europäische Artenschutzverordnung (EG) Nr. 338/79 – Anhang A
  • Bundesnaturschutzgesetz: streng geschützte Art
  • Zielartenkonzept des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (Naturraumart)