Projekt Wildtiermonitoring Auerhuhn Dreizehenspecht Wolf Haselhuhn Luchs Rauhfusskauz Sperlingskauz Wildkatze

Sperlingskauz (Glaudidium passerinum)


Basisinformationen | Nachweisarten

Beobachtung (Direktbeobachtung, Foto, Film)
Sperlingskauznachweise wie Gewölle oder Federn sind nur von Fachleuten mit entsprechender Erfahrung sicher zu bestimmen.

Der Sperlingskauz ist die kleinste einheimische Eulenart (etwa starengroß) mit einem breiten, kantigen kleinen Kopf und relativ kleinen, gelben Augen. Er wippt häufig mit dem Schwanz. Der Sperlingskauz ist dämmerungs- und tagaktiv. Häufig legt er Nahrungsdepots an.

Gewölle
2,8 x 1,0 cm groß; enthält vorwiegend Knochen und Federn von kleineren Vögeln.

Federn
Dunkelbraune Schwingen mit 4-6 undeutlichen hellbräunlichen Querbinden, auf der Außenfahne mit kleinen weißen Flecken; Stoß dunkelgraubraun mit 4-5 schmalen weißen Binden u. leichtem Spitzensaum.

Ruf
Sehr stimmbegabt: die Balzstrophe besteht aus einem monotonen widerholten gimpelähnlichen Pfeifen. Das ganze Jahr über – besonders häufig im Herbst – singt er eine Art „Tonleiter“ (eine in der Tonhöhe ansteigende Rufreihe von 4-8 „wü“-Rufen, deren letzter im Überschlag misstönt).
Eine typische lautstarke „Kleinvogelreaktion“ auf das Nachahmen des Kauzrufs weist auf ein vom Sperlingskauz besetztes Revier hin. Dieses gezielte Nachsuchen sollte jedoch Spezialisten überlassen bleiben.

Wie sicher ein Nachweis die Anwesenheit eines Tieres tatsächlich belegt, ist zum einen von der Art des Nachweises (direkter, indirekter Nachweis) abhängig, zum anderen spielen auch die artspezifischen Kenntnisse des Melders/ der Melderin eine entscheidende Rolle. Bei der qualitativen Beurteilung eines jeden Nachweises muss dies berücksichtigt werden.

Zum Beurteilungsschema Sperlingskauz [64 KB]


Größenvergleiche

1. Waldkauz (ca. 38 cm)
2. Raufußkauz (ca. 25 cm)
3. Sperlingskauz (ca. 17 cm)